Der wirtschaftliche Zyklus

Eine Konjunktur ist der wirtschaftliche Zyklus in einer freien Marktwirtschaft, der in Quartalen, d. h. in einer bestimmten Zeit, gemessen wird, in der typische Wirtschaftsprozesse ersichtlich werden. Auf- und Abschwung spielen hierbei eine große Rolle. Die Konjunktur wird vom BIP (Brutto Inlands Produkt) in Stand gehalten. Das BIP zeigt den Wert, der im Inland erzeugten Dienstleistungen und Waren. Es ist die zentrale Größe der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Auch sämtliche andere Faktoren werden von einer Konjunktur beeinflusst wie z. B. die Inflation (Variation des Preisniveaus).

Was ist eine Konjunktur?

Eine Konjunktur bedarf allerdings mehrerer Antriebe als nur des BIP. Das BIP ist ein wesentlicher Bestandteil, jedoch auch die Marktsituation. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wird bestimmt von der Produktion im Ausland. Sie müssen importieren, um das Angebot eines bestimmten Produktes zu steigern. Beim Import steigt das BIP, indem die Verkaufszahlen steigen. Sinkt jedoch die Nachfrage, wodurch der Verkauf stagniert, verbleiben Importe in Lagerhäusern. Beachten Sie stets die Konsumenten. Halten Sie sich am Konsumverhalten einer Gesellschaft und Sie verstehen allmählich, was sich für Lösungen ergeben und auch, dass eine Konjunktur unvermeidlich ist, wenn es sich um eine freie Marktwirtschaft handelt. Und leider muss auch ein Abschwung bzw. eine Rezession in Kauf genommen werden. Sie ist Teil des marktwirtschaftlichen Prozesses.

Was ist eine Expansion?

Bevor es zu einer Rezession kommt, erfolgt eine Ausdehnung wirtschaftlichen Potenzials. Eine Expansion ist das Steigen sämtlicher Faktoren in der Wirtschaft eines Landes. Sie ist der beginnende Teil einer Konjunktur. Eine zunehmende Leistungsfähigkeit wird absehbar, da das BIP ins Unermessliche steigt und somit auch Kaufkraft generiert wird. Durch die Expansion nimmt das Einkommen jedes Arbeiters zu, wodurch mehr ausgegeben werden kann. Die Arbeitslosenquote sinkt sogar, weil Unternehmen durch zunehmende Arbeitsaufträge zusätzlicher Arbeitskräfte bedürfen
Wenn sich dann all diese Faktoren ideal verbinden, kommt es zur Hochkonjunktur. Ein so genannter Wirtschaftsboom entsteht. Dies ist der Wendepunkt einer Konjunktur. Die Wirtschaft ist so stark angekurbelt worden, dass eine noch höhere Steigerung nicht mehr ersichtlich ist. Die Löhne bleiben, kleine Unternehmen verschwinden wegen ihrer geringeren Produktivität und es kommt zu einem Zusammenbruch.

Was ist eine Rezession?

Nach dem Zusammenbruch am Gipfel produktiver Wirtschaft kommt der Abschwung; die Rezession. In einer Rezession passiert das Gegenteil; es ist die Umkehrung während einer Konjunkturphase. Die Wirtschaft zerfällt. Für einige Wissenschaftler genügt es, wenn das Wirtschaftswachstum nach zwei oder drei Quartalen nicht mehr konstant bleibt. Für andere wiederum ist ein Schrumpfen des Wirtschaftswachstums das einzige Kennzeichen für eine Rezession. Besonders für eine Rezession sind u. a. das Sinken der Nachfrage, überfüllte Lagerhäuser und ein Mangel an Investitionen. Der Warenwert sinkt und mit ihm fallen die Aktienkurse in der Börse. Doch die Rezession ist das kleinere Übel einer üblichen Konjunkturphase. Es gibt noch die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Depression.

Was ist eine Depression?

Eine Depression unterscheidet sich insofern von einer Rezession, dass sie nicht notwendiger Bestandteil kapitalistischer Wirtschaft ist. Eine Depression richtet ein Land oder sogar mehrere zugrunde. Vieles geht in einer Depression verloren. Man schaue sich allein die historische Depression im Jahre 1923 an. Kennzeichnend hierfür ist eine hohe Inflationsrate. Staatliche Eingriffe sind unbedingt notwendig, um die Krise einer Depression zu mildern und kurzfristig zu halten. Eine Rezession erhält das Gleichgewicht kapitalistischer Wirtschaftsprozesse, wohingegen in einer Depression kollektive Existenzen verarmen und Staaten zerstört werden. Dies ist das destruktive Ende einer Konjunktur.

Image: Christian Pedant – Fotolia

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