Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung

Wer eine private Krankenversicherung hat, kann sich im Krankheitsfall oder Geburt über diverse Annehmlichkeiten freuen, ein eigenes Zimmer zum Schutz der Privatsphäre ist bei einem Krankheitsfall sehr willkommen. Jedes Jahr steigen die Krankenkassen Beiträge, auch die privaten, man stellt sich die Frage, ob sich in naher Zukunft niemand mehr eine private Krankenversicherung leisten kann. Doch es gibt einen kleinen Lichtblick.

Vergleich zu der gesetzlichen Krankenversicherung

Für die gesetzlichen Krankenversicherungen wurde ein Arzneimittelrabatt ausgehandelt, dieser soll nun auch an private Krankenversicherung zukommen. Das Krankenversicherungsgesetz sieht vor, solche Rabatte an die Versicherten weiterzugeben, das heißt, dass alle, die eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, keine Angst vor einem Anstieg der Beiträge haben müssen. Im Gegenteil, solche Rabatte bewirken meistens eine Stabilisierung, wenn nicht sogar eine Senkung der Beiträge, handelt es sich doch immerhin um 16% Rabatt. Das freigewordene Guthaben dürfen nicht an die Krankenversicherungen weitergegeben werden, sondern muss den Versicherten gut geschrieben werden. So bleibt die private Krankenversicherung zurzeit stabil und für die meisten Menschen auch bezahlbar.

Dank diesen guten Voraussetzungen werden vermehrt Menschen von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechseln. Doch Vorsicht ist hier geboten. Es ist nicht empfehlenswert bei einem Wechsel nur auf die niedrigen Beiträge zu achten, sondern wie es der Krankenversicherung im finanziellen Bereich geht. Ist die Krankenversicherung stabil und hat genügend finanzielle Reserven muss man auch nicht in den nachfolgenden Jahren mit einem hohen Anstieg der Beiträge rechnen. Wirbt eine private Krankenversicherung mit äußerst niedrigen Beiträgen und hat praktisch keine Reserven, sollte man sich den Wechsel sehr gut überlegen.

Wer darf in die private Krankenversicherung

Aber auch wenn die finanzielle Seite zurzeit noch so verlockend ist, darf man nicht vergessen, dass private Krankenversicherung nicht verpflichtet ist jemanden zu versichern. Das ist der wichtigste Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist daher empfehlenswert, sich vorab abzusichern und sich alle Angebote sehr genau anzusehen. Bei bestehenden Krankheiten kann es statt einer Absage nur einen Risikozuschlag geben. Hier muss dann jeder selber entscheiden, ob es sich wirklich lohnt mit einem Risikozuschlag zu wechseln. Keinesfalls sollte man wechseln, wenn die private Krankenversicherung einen bestehenden Gesundheitsschaden ablehnt und alle damit verbundene Rechnung nicht bezahlt.

Foto: Tom Davison – Fotolia

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